Sie haben auf eine simulierte Phishing-Mail geklickt.

Alles ist gut. Dies war keine echte Phishing-E-Mail, sondern Teil einer geplanten Simulation im Auftrag Ihres Arbeitgebers. Ziel dieser Übung ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen und Sicherheit im Umgang mit Phishing-E-Mails zu stärken.



Es ist kein Schaden entstanden.

SO bleiben sie ab jetzt sicher!

Absender prüfen

Überprüfen Sie die Absenderadresse genau. Täter nutzen in Phishing-E-Mails häufig ähnlich aussehende, aber gefälschte Absenderadressen.

Link prüfen

Klicken Sie nicht vorschnell auf Links. Prüfen Sie die Internetadresse auf Schreibfehler oder ungewohnte Abweichungen, indem Sie den Mauszeiger über den Link bewegen.

Sprache ungenau

Achten Sie auf Rechtschreibfehler. Ungewöhnlich viele Fehler oder eine unpersönliche Anrede können ein Hinweis auf eine betrügerische E-Mail sein.

Sensible Daten

Geben Sie niemals sensible Daten wie Passwörter, TANs oder Zahlungsinformationen weiter. Seriöse Unternehmen fragen solche Angaben nicht per E-Mail ab.

Phishing erkennen: Diese 4 Dinge sollten Sie prüfen

Eine Phishing-Mail muss nicht schlecht geschrieben oder unpersönlich sein. Moderne Angriffe können täuschend echt aussehen und sogar Ihren Namen, Ihre Firma oder aktuelle Vorgänge aufgreifen.

 

Deshalb gilt: Nicht nach Bauchgefühl entscheiden – sondern gezielt prüfen.

1. Absenderadresse wirklich prüfen

Nicht nur auf den angezeigten Namen schauen.

Ein Anzeigename wie „Microsoft“, „Geschäftsführung“ oder „Sparkasse Kundenservice“ sagt zunächst wenig darüber aus, von wem die Nachricht tatsächlich stammt.

 

So prüfen Sie es:

Klicken Sie auf den Namen des Absenders oder fahren Sie mit der Maus darüber, sodass die vollständige E-Mail-Adresse sichtbar wird.

 

Achten Sie besonders auf den Teil hinter dem @.

 

Beispiel:

Angezeigt wird: Microsoft 365

Tatsächliche Adresse: security@microsoft-konto24.com

 

Entscheidend ist hier alles nach dem @-Zeichen: microsoft-konto24.com

Sie ist nicht microsoft.com.

 

Wichtig:

Auch eine bekannte oder korrekt aussehende Absenderadresse ist kein hundertprozentiger Beweis, dass eine Nachricht sicher ist. Absender können gefälscht oder echte E-Mail-Konten kompromittiert werden.

Merksatz: Name ignorieren. E-Mail-Adresse anzeigen. Domain prüfen.

 

2. Prüfen, wohin der Link wirklich führt

Der Text eines Links und sein tatsächliches Ziel können unterschiedlich sein. Ein Button kann beispielsweise mit „Microsoft 365 – Konto bestätigen“ beschriftet sein und trotzdem auf eine völlig andere Webseite führen.

 

So prüfen Sie es am Computer:

Bewegen Sie den Mauszeiger über den Link oder Button, ohne zu klicken. Ihr Browser oder E-Mail-Programm zeigt Ihnen anschließend das tatsächliche Linkziel an.

 

Beispiel: 

Im Text steht portal.office.com. Der Link führt tatsächlich zu https://office-login.security-check.example

 

Entscheidend ist nicht, was auf dem Button steht, sondern welche Domain tatsächlich aufgerufen wird.

Besonders genau hinschauen bei:

  • zusätzlichen Wörtern vor oder hinter dem Firmennamen
  • vertauschten oder ähnlich aussehenden Buchstaben
  • unerwarteten Domains
  • verkürzten Links
  • Domains, die nur den Namen eines bekannten Dienstes enthalten

Beispiel: microsoft.com.example.org
gehört zu example.org – nicht zu microsoft.com.

 

Merksatz: Nicht den Linktext prüfen, sondern das tatsächliche Linkziel.

Drei Personen arbeiten gemeinsam mit Laptops in einem Besprechungsraum und tauschen sich über ein Projekt aus.

3. Prüfen: Erwarte ich diese Aktion überhaupt?

Eine technisch perfekt gemachte E-Mail kann trotzdem Phishing sein. Fragen Sie sich deshalb vor einem Klick: Passt diese Aufforderung zu einem Vorgang, den ich tatsächlich erwarte?

 

Zum Beispiel:

  • Habe ich gerade wirklich eine Passwortänderung angefordert?
  • Erwarte ich tatsächlich eine Rechnung von diesem Unternehmen?
  • Ist es plausibel, dass ich genau diese Aktion durchführen muss?

 

Besondere Vorsicht ist sinnvoll, wenn eine Nachricht Sie zu einer unmittelbaren Aktion bewegen möchte, beispielsweise:

„Konto wird heute gesperrt.“

„Dokument sofort freigeben.“

„Zahlung dringend bestätigen.“

„Passwort läuft ab – jetzt anmelden.“

 

Zeitdruck allein beweist noch kein Phishing. Er soll aber verhindern, dass Sie genauer hinschauen.

 

Merksatz: Erst prüfen, ob der Vorgang plausibel ist - dann handeln.

4. Im Zweifel: Nicht den Weg aus der Mail benutzen

Wenn Sie beispielsweise eine Nachricht von Microsoft, Ihrer Bank, einem Paketdienst oder einem anderen Anbieter erhalten und sich unsicher sind: Klicken Sie nicht auf den Link in der E-Mail.

 

Öffnen Sie stattdessen Ihren Browser und rufen Sie die bekannte Webseite selbst auf.

Beispiel:

„In Ihrem Microsoft-Konto wurde eine ungewöhnliche Anmeldung festgestellt. Jetzt prüfen.“

 

Statt den Button anzuklicken:

  1. Browser öffnen
  2. bekannte Microsoft-Webseite selbst aufrufen und dort anmelden
  3. prüfen, ob tatsächlich eine Meldung vorliegt

Bei einer Nachricht von einer Kollegin, einem Kollegen oder Geschäftspartner können Sie ebenfalls über einen anderen bekannten Kommunikationsweg nachfragen.

 

Nutzen Sie dafür beispielsweise eine bereits gespeicherte Telefonnummer - und nicht eine Telefonnummer aus der verdächtigen E-Mail.

 

Merksatz: Im Zweifel nicht dem Link folgen, sondern den bekannten Weg selbst öffnen.

Zusätzlich prüfen: Anhänge

Nicht nur Links können gefährlich sein.

 

Fragen Sie sich vor dem Öffnen eines Anhangs:

Erwarte ich diese Datei?

Passt die Datei zum beschriebenen Vorgang?

Kenne ich den Absender und ist die Nachricht plausibel?

Welche Dateiendung hat die Datei?

 

Besondere Vorsicht gilt bei Dateien, die Programme oder Skripte ausführen können.

 

Auch ein Dokument von einem bekannten Kontakt ist nicht automatisch sicher. E-Mail-Konten können übernommen worden sein.

Zugangsdaten? Dann besonders aufmerksam werden.

Bei einer unerwarteten E-Mail sollten Sie niemals allein aufgrund eines Links in der Nachricht Ihr Passwort, einen zweiten Faktor, Zahlungsinformationen oder andere vertrauliche Daten eingeben.

 

Werden Sie über eine E-Mail zur Anmeldung aufgefordert:

 

Öffnen Sie den jeweiligen Dienst nach Möglichkeit selbst und melden Sie sich dort an.

 

So vermeiden Sie, Ihre Zugangsdaten auf einer nachgebauten Anmeldeseite einzugeben.

Eine gute Phishing-Mail sieht nicht unbedingt verdächtig aus

Früher waren Rechtschreibfehler, merkwürdige Formulierungen und unpersönliche Anreden häufig gute Warnzeichen.

Heute reicht das nicht mehr.

 

Phishing-Mails können:

  • fehlerfrei geschrieben sein,
  • Ihren richtigen Namen enthalten,
  • bekannte Logos verwenden,
  • reale Kollegen oder Geschäftspartner nennen,
  • aktuelle Projekte aufgreifen,
  • wie eine echte Microsoft-, DHL-, Banken- oder Kundenmail aussehen.

Deshalb sollte die Entscheidung nicht lauten:

„Sieht diese Mail professionell aus?“

 

Sondern:

„Habe ich Absender, Ziel und Vorgang überprüft?“

Die 10-Sekunden-Prüfung

Bevor Sie auf einen Link klicken oder einen Anhang öffnen:

Absender

Welche vollständige E-Mail-Adresse steckt hinter dem Namen?

Link

Auf welche Domain führt der Link tatsächlich?

Vorgang

Erwarte ich diese Nachricht und diese konkrete Aktion?

Alternative

Kann ich die Webseite oder Anwendung stattdessen selbst öffnen?

Wenn Ihnen dabei etwas ungewöhnlich vorkommt:
Nicht klicken. Nachfragen oder den bekannten Zugangsweg verwenden.